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St. Mark`s Secondary School in Mapanza
St. Mark`s ist eine Internatsschule für Jungen mit 800 Schülern und etwa 20 Lehrern. Sie liegt 80 km von der nächsten Stadt entfernt. Schulträger ist die angelikanische Kirche, die diese Schule 1928 als Missionsschule gründete.
Zum Schulgelände gehört das Schulgebäude, Küche, Speisesäle, Schlafräume, ein großer Gemüsegarten, Maisfelder, Hühner- und Schweineställe, eine Werkstatt, eine Maismühle und die Lehrerhäuser, sowie ein Gästehaus.
Der Staat bezahlt nur die Lehrergehälter, alles andere muss durch Eigenarbeit in den Production-Units und das Schulgeld finanziert werden. Das wichtigste für den Schulfrieden ist eine ausreichende Verpflegung für alle Schüler, die manchmal nur schwer sicherzustellen ist.
In jeder Klasse sind 40 - 50 Schüler. Das Leben außerhalb des Unterrichts wird von Schülern mit unterschiedlichen Ämtern selbst beaufsichtigt, so dass die strengen Regeln eingehalten werden. Der Unterricht beginnt um 8 Uhr und endet mit 2 Stunden Mittagspause um ca.16 Uhr. Danach verbringen die Schüler noch 2 – 3 Stunden mit Hausaufgaben in den Klassenräumen. Samstags und Sonntags ist schulfrei. Fast alle Schüler bleiben in der Schule, weil die Heimfahrten fürs Wochenende zu lang oder zu teuer wären. Einige stellen sogar Anträge, die Ferien in der Schule zu verbringen, weil sie die Kosten für die Heimreise nicht aufbringen können.
Macha Secondary School in Macha
Macha Secondary ist eine Internatsschule für 400 Schülerinnen, angeschlossen ist eine Day School mit ca. 500 Schülerinnen und Schülern. Schulträger ist die Kirche „Brethren in Christ“, eine mennonitische Gemeinschaft, die aus den USA stammt. Alkohol, Tanzen u. ä. wird strikt abgelehnt.
Der gesamte Schulbereich wirkt nach außen relativ abgeschlossen. Die Gebäude sind ziemlich neu, das älteste ist ca. 30 Jahre alt. Auch hier spielt der Bereich für die Production Units eine große Rolle: der große Gemüsegarten und die Maisfelder.
Das Internats- und Schulleben entspricht dem an der Jungenschule, mit dem Unterschied, dass die Mädchen noch weniger Freizeit haben, weil der gesamte Tag verplant ist.
Macha liegt etwa 25 km von Mapanza entfernt. Der Ort spielt eine besondere Rolle, weil es hier ein Krankenhaus mit einem guten Ruf gibt, so dass Patienten von weither hierhin kommen. Auch für Lehrer und Lehrerinnen ist der Ort dadurch attraktiver, da sie hier nicht ganz so isoliert leben.
Das Schulsystem in Sambia
Das Schulsystem gliedert sich in Primary Schools (bis Klasse 7) und Secondary Schools (Klasse 8 bis 12).
Die Schulpflicht geht bis Klasse 7, aber zunehmend mehr Eltern können sich die heute stärker als noch vor einigen Jahren eingeforderten Schuluniformen und das Schulgeld nicht leisten und schicken daher ihre Kinder nur kurze Zeit oder gar nicht zur Schule.
Auf dem Land versucht man das Schulgeld niedrig zu halten, indem man alle Schüler zu Ernteeinsätzen schickt und die Einnahmen als Schulgeld verbucht. In den Klassen sitzen Schülerinnen und Schüler sehr unterschiedlichen Alters, manche gehen eben erst mit 12 Jahren in das 1. Schuljahr.
Ein Schuljahr ist in drei Abschnitte geteilt mit jeweils drei Monaten Schule und einem Monat Ferien.
An allen Schulen herrscht extremer Lehrermangel, weil die südlichen Nachbarländer, insbesondere Südafrika, Lehrer anwerben und sehr viel bessere Bedingungen bieten als Sambia. In den Primary Schools werden Schüler mit Secondary-Abschluß eingesetzt, um den Schulbetrieb zu sichern.
Am Ende der Klasse 7 gibt es eine Abschlussprüfung, die über die Berechtigung zum Besuch der Secondary School entscheidet. Es ist außerhalb der Städte schwierig, einen Platz an einer Secondary School in der Nähe zu bekommen. Viele Schüler besuchen weit entfernte Internate. Während „Day-Schools“ meist koedukativ sind, werden die Internate nach Jungen und Mädchen getrennt.
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